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Die Vereinschronik der DJK Rüppurr

Mit Turnen fing es an

Schon vor der Gründung der DJK Rüppurr wollten junge Menschen im kath. Jugend- und Jungenmännerverein gerne Sport treiben, aber es fehlte an einem geeigneten Raum und Gelände. In kameradschaftlicher Verbundenheit stellte die DJK Beiertheim ihren Sportplatz (Wiese) beim Maschinenhaus (Bulach) zur sportlichen Betätigung zur Verfügung. Der Sportgedanke war nun einmal wachgerüttelt und es war nur noch eine Frage der Zeit, für diese jungen Menschen eine Stätte zu finden, um einen geregelten Spielbetrieb ausüben zu können. Durch die Initiative einiger sportbegeisterter älterer Herren, unter Führung des damaligen Pfarrkuranten Renner, erhielt die kath. Jugend an einem Abend der Woche die Turnhalle in Rüppurr zur Verfügung gestellt. Dieser Turnbetrieb nahm unter der Führung von Turnwart Elzer einen solchen Aufschwung, dass an diesen Abenden 20 - 25 Jugendliche und bis zu 40 Senioren teilnahmen.
Dieser gute Anfang veranlasste die Führung des kath. Jugend- und Jungmännervereins, sich dem DJK-Reichsverband anzuschließen. Anfang 1923 war die Gründung vollzogen. Als Vereinsfarben wurden grün-weiß gewählt. Im Gründungsjahr erregte die junge Turnerabteilung der DJK auf dem mittelbadischen Kreisturnfest in Malsch mit ihrem Pyramidenbau großes Aufsehen. Bei der Fahnenweihe des kath. Jugend- und Jungmännervereins 1925 trat die DJK erstmals mit einem Staffellauf an die Öffentlichkeit. Start und Ziel war der Ostendorfplatz. Gegen vier auswärtige DJK-Staffeln ging Rüppurr mit den Läufern Fridolin Vogel, Eugen Fischer, Eduard Angstmann, Herrmann Stauß und Alfred Fischer als Sieger hervor.

 

Dann folgte der Rasensport

Nicht nur in der Halle, sondern auch auf dem Rasen Sport auszuüben, war der Wunsch vieler. Doch war die Gelegenheit dazu in jener Zeit in Rüppurr nicht gegeben. Freunde des DJK-Turnens trafen sich auf einer Wiese und später auf dem „Spielplätzle“ hinter der Gartenstadt und hatten Spaß an ungezwungener „Kickerei“. Erst als sich einige fußballinteressierte Herren, wie Förschner, Glaser, Hennhöfer, Biedenbach und Schickling einschalteten und bei der Domänenverwaltung vorsprachen, erhielten die DJK-Fußballer eine Wiese am Waldrand nördlich der Gartenstadt, wo dann auf eigenem Gelände Fußball gespielt werden konnte.
Da die Wiese zwar über 100 m lang war, davon aber auf 30 Metern Breite über einen Meter abfiel, konnte nur eine Länge von 70 m als Spielfeld benutzt werden. Mit provisorischen, aus alten Wasserrohren zusammengeschweißten und über einen Meter schmaleren Toren als üblich, wurde das erste Freundschaftsspiel mit je 9 Mann gegen Grünwinkel absolviert. Grünwinkel wurde in der folgenden Verbandsrunde Rüppurrs schärfster Widersacher. Die Namen der ersten Aktiven: Eduard Angstmann, Karl Förschner, Alfred Fischer, Karl Rahner, Erwin Watter, Karl Zurell, Oskar Karl, Willi Hafner und Rieger. 4:5 ging das Spiel verloren.
Um einen geregelten Spielbetrieb aufnehmen zu können, musste der Platz verlängert und Tore von normaler Größe aufgestellt werden. Bei der damaligen großen Arbeitslosigkeit stellte sich eine stattliche Zahl von freiwilligen Arbeitskräften zur Verfügung, um den Platz auf die richtige Höhe aufzufüllen. Mit geliehenen Rollwagen und Schienen ging diese Arbeit flott vonstatten und bald wurde der Sportplatz seiner Bestimmung übergeben.
Fortan konnte sich die DJK – Rüppurr am Spielbetrieb beteiligen und feierte unter der Anleitung von Spielertrainer Adolf Karl erste Erfolge.

 

DJK-Verbot im „Dritten Reich“

Leider nahm die politische Führung in Deutschland in diesen Jahren immer mehr Einfluss auf das Sportgeschehen Nach Auflösung des selbständigen DJK-Verbandes im „Dritten Reich“ wurde die DJK Rüppurr in der Spielzeit 1933 / 34 in den Badischen Fußballverband eingegliedert, und zwar in die B - Klasse. Mit wenigen Getreuen absolvierte man die Verbandsspiele als DJK-Mannschaft. Das letzte Verbandsspiel dieser Saison wurde auf dem damaligen Berka-Platz absolviert und erbrachte nach einem Halbzeit-Rückstand von 4:0 noch einen 4:5 Sieg.
Die politische Führung in Deutschland hatte das Potential entdeckt, das in der Begeisterung für sportliche Leistungen liegen kann, und begann damit, es ideologisch und propagandistisch auszunutzen. Dass dabei die DJK-Bewegung offensichtlich eher störend wirkte, mag ein Grund dafür sein, dass sie 1935 endgültig verboten wurde und man sämtliche Sportgeräte beschlagnahmte. Vielleicht ließen sich die DJK- Sportler nicht so leicht dazu verführen, ihre Sportbegeisterung auch auf ihre Haltung zum politischen Geschehen zu übertrage

 

Neugründung im Jahre 1953

Die Deutsche Jugendkraft ließ erstmals 1953 wieder von sich hören und schritt zur Neugründung. Eine Kerntruppe aus der Vorkriegs-DJK übernahm die Führung. Walter Leix wurde 1. Vorsitzender, der schon vor dem Kriege die Geschicke der DJK in der schweren Zeit bis zum Verbot gemeistert hatte. Man begann wieder mit Turnen und Leichtathletik. Der Karlsruher Polizeisportverein überließ den Rüppurrer DJKlern zum Training seine Platzanlage und auch beim VFB Südstadt war man häufig zu Gast.
Auf Grund dieser sportlichen Geste konnte die Führung des Vereins die DJK-Mannschaft für die Verbandsrunde 1957 / 58 des Badischen Fußballverbands anmelden. Die Erfolge blieben in dieser Runde aus, da es an geeigneten Spielerpersönlichkeiten fehlte. Obwohl die Kameradschaft hervorragend war, genügte diese alleine nicht, um auf dem grünen Rasen Erfolge zu erzielen. Wenn auch die weiteren Runden zum Teil mit hohen Niederlagen beendet wurden, warf die Mannschaft die Flinte nicht ins Korn. Von vielen Zuschauern wurde der Mannschaft für dieses Aushalten große Achtung gezollt.
Im Mai 1956 wurde die Anlage eines eigenen Sportgeländes hinter dem Rüppurrer Hofgut vom Städtischen Vermessungsamt bestätigt. In freiwilligem Arbeitseinsatz der Mitglieder wurde dieses Waldstück gerodet und für einen Sportplatz hergerichtet. Eine Bauhütte diente später als behelfsmäßiger Umkleideraum.
Die Spielrunde 1959 / 60 konnte nun auf eigenem Gelände absolviert werden. Die Vorstandschaft unter Führung des damaligen 1. Vorsitzenden Berthold Heidelberger fasste den Plan, ein eigenes Vereinsheim zu erstellen. Am 23. April 1960 wurde der erste Spatenstich vollzogen.

 

Das eigene Vereinsheim

Was viele nicht für möglich gehalten hatten, war zur Freude aller Mitglieder Wirklichkeit geworden. Das Vereinsheim wurde trotz mancher Rückschläge zum Termin fertig. Die Einweihungsfeier fand vom 29. bis 31. Juli 1961 statt. Das Heim konnte die zahlreichen Gäste kaum fassen. Innerhalb eines Jahres war es von den Mitgliedern der DJK Rüppurr geschaffen worden. Neben dem Hauptbau mit eigenem Wirtschaftsraum für 120 Personen, einer Küche mit Vorratsraum, Klosettanlagen, Pumpenraum und Ölraum wurden im Nebenraum zwei Umkleideräume, je ein Duschraum und ein Jugendraum untergebracht.
Im Herbst 1961 legte der 1. Vorsitzende, Berthold Heidelberger, sein Amt nieder. Bis zur Generalversammlung im Februar 1962 übernahm der 2. Vorsitzende Oskar Grimm die Geschäfte des Vereins. In der Generalversammlung 1962 wurde Dr. Lothar Schwarz einstimmig zum 1. Vorsitzenden und Oskar Grimm wieder zum 2. Vorsitzenden gewählt. Den Posten des Kassiers übernahm Markus Wimmer, nachdem Berthold Fischer seit der Neugründung die geldlichen Angelegenheiten des Vereins mustergültig wahrgenommen hatte. Schriftführer wurde N. Karl. Jugendleiter Rolf Stauß blieb in seinem Amt. Er hat sich um die DJK-Jugend große Verdienste erworben. Das schwierige Amt des Spielausschussvorsitzenden übernahm Josef Ludwig. In der Jahreshauptversammlung 1963 blieben alle Posten personell unverändert, mit Ausnahme des Schriftführers, dessen Amt Peter Messmer übernahm.

 

40jähriges Bestehen der DJK Rüppurr

Vom 22. bis 30.06.1963 feierte die DJK Rüppurr ihr 40jähriges Bestehen. Beim Festabend am 28.06.1963 überbrachte Bürgermeister Dr. Gutenkunst als Vertreter der Stadt Karlsruhe die Grüße und Glückwünsche des Oberbürgermeisters. Den Mittelpunkt der Feier bildete die Festansprache des Stadtrats Wilhelm Baur, der im Anschluss an seine Festrede die Ehrenmitgliedschaft der DJK Rüppurr verliehen bekam.
Nach den festlichen Tagen der Feier des 40jährigen Bestehens der DJK setzte die Vorstandschaft, geführt vom 1. Vorsitzenden Dr. Schwarz und insbesondere unterstützt von dem leider viel zu früh verstorbenen Kassier, Markus Wimmer, ihre Bemühungen erfolgreich fort, den Verein finanziell auf eine gesunde Basis zu stellen. Als daher im Frühjahr 1966 der damalige Spielausschussvorsitzende Reginald Hemmer die Leitung des Vereins übernahm und Berthold Fischer den Posten des Hauptkassiers, war die Vereinsführung gut aufgestellt, so dass man sich vornehmlich der weiteren sportlichen Entwicklung des Vereins widmen konnte. Die zwar langsam, aber stetig steigende Mitgliederzahl und die ständig steigenden Einnahmen aus dem Vereinsheim, das durch die hervorragende Leitung der Eheleute Schickling zu einem wirklichen Heim für alle Vereinsmitglieder geworden war, ermöglichten es, die noch bestehenden Bankverbindlichkeiten planmäßig zurückzuführen, daneben aber auch im sportlichen Bereich bei der Bewilligung von Mitteln großzügiger zu verfahren.

 

Die Anfänge der Tischtennisabteilung

Im Jahre 1959 spielte die kath. Jugend im Jugendraum des Gemeindehauses Tischtennis. Im Sommer dieses Jahres wurde unter der Führung von Peter Messmer die Tischtennisgruppe von der DJK Rüppurr übernommen. Um den Spielbetrieb zu intensivieren, wurde das Training Ferdi Hafner anvertraut. Ein Freundschaftsspiel gegen das Christophorusheim Karlsruhe, war als erster Sieg zu verzeichnen.
Um der steigenden Anzahl der Trainingsbesucher gerecht zu werden, wurde von der damaligen Vorstandschaft beschlossen, den Keller unter dem Gemeindehaus auszubauen. Die Arbeiten wurden mit großem Eifer von den Tischtennisspielern in Angriff genommen. Kurz vor der Fertigstellung ist dieses Vorhaben infolge von Vorstandswechsel und Abgang des Trainers nicht mehr zur Vollendung gekommen. Wegen des Baus des Vereinsheimes wurde der Spielbetrieb der Tischtennisgruppe eingestellt.
In der Jahreshauptversammlung im März 1963 wurde beschlossen, die Tischtennisgruppe neu aufzubauen. Die Leitung wurde Eberhard Müller anvertraut. Allerdings dauerte es bis zum Jahr 1965, bis aus der „Ping-Pong-Gruppe“ eine Tischtennisabteilung wurde, die im gleichen Jahr noch ihren Spielbetrieb aufnahm. Den meisten wird es wahrscheinlich nicht bekannt sein, mit welchen Schwierigkeiten die junge Abteilung anfangs zu kämpfen hatte. Selbst die „Gründerväter“ stellten sich die Angelegenheit wohl etwas einfacher vor. Es begann mit der Raumfrage. Von Seiten des Max-Planck-Gymnasiums wurde uns ein Klassenzimmer zur Verfügung gestellt. Dann zogen wir in die neuerbaute Sporthalle der Weiherwaldschule um. Allerdings teilten wir uns den einen Trainingsabend mit der Fußballabteilung und wir trainierten im Umkleideraum. Heimspiele waren die ersten Jahre auch nicht möglich, da der Hausmeister nicht zu Wochenenddiensten bereit war. Auch die sportlichen Erfolge hielten sich die ersten Jahre in Grenzen. Es gab schlichtweg keine. Im zweiten Jahr unserer Teilnahme am Spielbetrieb des BTTV gewannen wir ein Spiel durch ein Schiedsgerichtsurteil. Das war es dann auch schon.
Ein großer finanzieller Kraftakt kam auf den Verein zu, als im Sommer 1968 durch den plötzlichen Anstieg des Grundwasserspiegels das einzige Spielfeld der DJK unter Wasser gesetzt wurde und für jeden deutlich sichtbar längere Zeit nicht mehr benutzbar war.
In den folgenden fünf Jahren war die Vorstandschaft nahezu pausenlos mit der Neuanlage des Sportplatzes beschäftigt und dazu auch mit der Anlage des Ersatzplatzes, für den der benachbarte Radfahrerverein das Gelände pachtweise zur Verfügung stellte. Dies ermöglichte es, dass nach einer Übergangszeit von etwa eineinhalb Jahren wenigstens ein Teil der Heimspiele wieder auf „eigenem Gelände“ ausgetragen werden konnte. Zunächst mussten aber die Fußballspiele sämtlicher Mannschaften auf auswärtigen Plätzen ausgetragen werden. Dass die Heimspiele wenigstens in Rüppurr stattfinden konnten, ermöglichte die freundliche Unterstützung der Nachbarvereine Alemannia Rüppurr und FG Rüppurr.
Die Finanzierung des neuen Spielplatzes konnte relativ schnell gesichert werden. Dem hierfür eigens eingesetzten Finanzierungsausschuss unter Leitung des früheren Vorsitzenden Dr. Schwarz gelang es, erhebliche Mittel über das Regierungspräsidium Nordbaden und die Stadt Karlsruhe flüssig zu machen. Durch die ohne Zögern erklärte Hilfsbereitschaft der Brauerei Glauner in Alpirsbach, vermittelt durch die Getränkefirma Franke in Ettlingen, konnten die restlichen Mittel, die zur Kostendeckung notwendig waren, aufgebracht werden.
Alles in allem wurde diese große Aufgabe mit Erfolg bewältigt. Für beide Sportplatzanlagen fielen fast 90.000,00 DM an Kosten an. Am 09.06.1972 war es dann soweit. Das neue Spielfeld wurde mit einem Spiel der 1. Mannschaft der DJK Rüppurr gegen den FG Rüppurr eröffnet. In die Freude über das Gelingen des großen Werkes mischte sich aber auch gleich wieder ein Wermutstropfen. Das Ehepaar Heinrich und Elisabeth Schickling zog sich nach jahrelanger hervorragender Arbeit von der Bewirtschaftung des Vereinsheims aus gesundheitlichen Gründen zurück. Nicht zuletzt auch durch die Tätigkeit der Eheleute Schickling war aus einer „Vereinskantine“ ein Vereinsheim geworden, das für viele Mitglieder zum Treffpunkt in der Freizeit geworden war. Ab August 1972 übernahmen die Eheleute Ingeborg und Karl Metsch mit großem Erfolg die Bewirtschaftung.
Mitten in den Vorbereitungen zum 50jährigen Vereinsjubiläum trafen die DJK wiederum schwere Schläge. Langjährige treue und aktive Mitglieder verstarben, ohne noch einen der Höhepunkte der DJK im Jahre 1973 erleben zu können. Vor allem traf die DJK hart der plötzliche und unerwartete Tod des „Vaters“, des früheren Vereinswirts Heinrich Schickling, der noch kurz zuvor zum Ehrenmitglied ernannt worden war. Nicht weniger schmerzlich empfanden wir den Verlust von Bernhard Kranz, der sich schon in früheren Jahren große Verdienste um die DJK erworben hatte und der noch bis zum Schluss aktiv für den Verein tätig war. Völlig überraschend traf uns dann noch die Nachricht vom Tode des Ehrenmitglieds Wilhelm Baur, der sich noch im Spätjahr 1972 ohne zu zögern freudig bereit erklärt hatte, die Schirmherrschaft über die Festveranstaltung anlässlich des 50jährigen Jubiläums zu übernehmen.

 

Die TT-Abteilung – die Sechziger / siebziger Jahre

Der magere Beginn änderte sich dann bald. Spieler wie Werner Zorn und Dieter Penka, die schon in anderen Vereinen in höheren Klassen gespielt haben, ließen sich von der Idee eines Rüppurrer Tischtennisvereins begeistern und bildeten den spielerischen Kern der Abteilung, die ab der Spielzeit 1967/68 einen beispiellosen Aufstieg nahm.
Bald stießen andere gute Spielerinnen und Spieler hinzu und auch aus einer konsequent betriebenen Jugendarbeit entwickelten sich sehr gute Spieler wie z.B. Hanna Kowollik, Udo Fuchs und Wilfried Hatz, die den Aufschwung mittrugen.
Die siebziger Jahre waren in unserer Abteilung zunächst geprägt von einem Aufschwung im Mannschafts- und im Einzelsport, der auch in den kühnsten Träumen zu Beginn dieser Dekade nicht vorstellbar war.
In der Saison 70/71 spielten die 1. Damen – und die 1. Herrenmannschaft noch in der Bezirksklasse und konnten zunächst den rasant begonnenen Aufwärtstrend nicht im gleichen Tempo fortsetzen. Wohl aber platzierten sie sich auf dem zweiten bzw. dritten Tabellenplatz und ließen schon ahnen, dass noch einige Steigerungsmöglichkeiten zu erwarten waren. Wichtig war in diesem Jahr der Aufstieg unserer zweiten Herrenmannschaft, wodurch der Spielklassenabstand zur ersten Mannschaft nicht zu groß wurde. Auch ließen in dieser Spielzeit bereits die Erfolge unserer Jugendlichen aufhorchen.
Die Bedeutung unserer Tischtennis-Abteilung wuchs auch durch das im Jahr 1972 erstmals durchgeführte bundesoffene Tischtennis-Turnier, das wir unter dem Namen „Fächerstadt-Turnier“ durchführten. Es wurde bald zur festen Institution und brachte zahlreiche deutsche und europäische Spitzenspieler.
Die Erfolge, die bei den Turnieren und Meisterschaften errungen wurden, taten ein Übriges, um unsere noch junge Abteilung immer fester zu den leistungstragenden Vereinen in Baden zählen zu dürfen.
Wohl das glanzvollste Aushängeschild war von 1972 an Hanna Kowollik, die nicht nur in Baden, sondern auch auf süddeutscher und deutscher Ebene zahlreiche Titel erringen konnte.
Bei unserer 1. Herrenmannschaft schob sich neben Spitzenspieler Christian Gollnow der junge Wilfried Hatz immer stärker in den Vordergrund. Mit dem talentierten Allround-Sportler Rudi Hegewald und dem seit der C.- Klasse in der 1. Mannschaft spielenden Dieter Penka, sowie den freigestellten Jugendlichen Reinhard Krämer und Udo Fuchs schafften wir in der Saison 1972/1973 endlich den Aufstieg in die Landesliga.
Bei Damen und Herren wurde der Höhenflug in der Folgezeit geradezu atemberaubend. Die Damen wurden 1973/1974 Meister der Verbandsliga und stiegen in die süddeutsche Oberliga auf. Die Herren durcheilten in diesem Jahr problemlos die Landesliga, wurden im Jahre 74/75 Meister der Verbandsliga und erreichten somit die Badenliga. Noch phantastischer war der Höhenflug unserer 1. Damenmannschaft im folgenden Jahr: Mit Doris Schmidt als Verstärkung wurden sie Meister der süddeutschen Oberliga und baden-württembergischer Pokalmeister und nahmen an den Aufstiegsspielen zur Bundesliga teil.

 

50jähriges Bestehen der DJK Rüppurr

In der Zeit vom 06. Juli bis zum 16. Juli 1973 feierte die DJK dann ein glanzvolles 50jähriges Jubiläum. Die Feierlichkeiten begannen mit der Ehrung der Toten auf dem Rüppurrer Friedhof, wurden dann mit einem Festakt im Saal des Katholischen Gemeindehauses in Rüppurr fortgesetzt und endeten mit einem fröhlichen Ausklang am Montagabend. Zahlreiche Fußballspiele und gesellige Veranstaltungen wurden durchgeführt, u.a. auch ein Altennachmittag mit dem Conférencier Charly Kristory und der Volkstanzgruppe des Schwarzwaldvereins Karlsruhe. Die erste Fußballmannschaft konnte bei Begegnungen gegen den SV Kleeblatt Hannover-Stöcken (1. Bezirksliga Niedersachsen) und die Stuttgarter Kickers ihr Können zeigen.

 

Die erfolgreichen 70er und 80er Jahre

In der Generalversammlung im Frühjahr 1976 verließ der bis dahin 10 Jahre tätige 1. Vorsitzende Reginald Hemmer mit vielen seiner bewährten Mitarbeiter die Kommandobrücke der DJK und übergab seinen Platz an Wolfgang Leyerle, der bisher in der Tischtennisabteilung aktiv war. Dieser machte sich mit seinen Mitarbeitern an die Bewältigung neuer notwendiger Arbeiten.
Die Vereinsgaststätte wurde erneuert, anschließend an das Vereinsheim wurde ein kompletter Neubau erstellt mit Umkleidekabinen, Duschräumen, Toiletten und einem besonderen Schiedsrichterzimmer mit Dusche, einem Geräteraum und dem lange vermissten „Sitzungszimmer“ für den Vorstand. Auch die Außenanlagen wurden um einiges verbessert. Ende der 70er Jahre wurde dann auch eine Gymnastikabteilung und eine Tennisabteilung gegründet. Während die Gymnastikabteilung sofort mit ihren Übungsstunden beginnen konnte, musste die Tennisabteilung bis 1982 auf die Errichtung von zwei Tennisplätzen warten.

 

Über die Anfangsjahre der Tennisabteilung

Um der Begeisterung für die immer populärer werdende Sportart Volleyball Rechnung zu tragen, wurde auf Initiative von Anita und Wolfgang Biedenbach eine Volleyballabteilung gegründet, in der sich zunächst Sportler aus anderen Abteilungen der DJK dieser schönen Sportart widmeten. Der in der Tischtennisabteilung aktive Sportlehrer Dieter Penka, brachte Tischtenniskollegen und talentierte Schüler in die Abteilung und konnte auch einen Kollegen, der schon in der Bundesliga gespielt hatte, für die aufstrebende Mannschaft interessieren. Bald kamen immer mehr gute Spieler in die Abteilung, so dass sich sowohl bei den Damen wie bei den Herren mehrere Aufstiege bis zur Landesliga aneinanderreihten. Diese Entwicklung führte zu einer ständig steigenden Erhöhung der Mitgliederzahl von 1973 mit ca. 330 Mitgliedern auf ca. 580 Mitgliedern im Jahre 1983. All diese zahlreichen Aktivitäten konnten nur durchgeführt werden, die vielen und großen Probleme konnten nur bewältigt werden durch den großen Einsatz des Vorstands und die Mithilfe und Treue der alten und auch der neu hinzugekommenen Mitglieder der DJK. Dass die Neubauten und Sanierungsarbeiten und der Spielbetrieb der neuen Abteilungen, die hauptsächlich auf die Benutzung von Hallen angewiesen waren, erhebliche finanzielle Belastungen mit sich brachten, war nicht zu vermeiden.
Das durch die anwachsende Mitgliederzahl gestiegene Beitragsaufkommen und die Spenden und Darlehen vieler Mitglieder setzten die DJK aber in die Lage, ihren Verbindlichkeiten immer nachzukommen. Dem Vorstand gelang es auch, an dem von der DJK benutzten Gelände ein Erbbaurecht zu erwerben und damit neues Vermögen für den Verein und eine solide Kreditgrundlage zu schaffen.
Nicht unerwähnt soll bleiben, dass in dieser Zeit auch einige Damen der DJK die Freude am Fußballspiel entdeckten. Es kam zur Gründung einer Damenmannschaft, die auch einige Zeit am Spielbetrieb teilnahm und der es sogar binnen kurzer Zeit gelang, einen vielbeachteten Turniersieg und in der Verbandsrunde 77 / 78 einen 5. Tabellenplatz in ihrer Staffel zu erringen. Mangels Zuspruchs musste sie dann leider nach einiger Zeit wieder zurückgezogen werden.
Die Entwicklung der Jugendarbeit in der Fußballabteilung ist in diesen Jahren besonders zu erwähnen, nicht zuletzt durch das Verdienst des ehemals erfolgreichen Fußballspielers Siegfried Almstedt. Die Jugendabteilung musste fast völlig neu aufgebaut werden, was ihm mit Hilfe vieler aktiver Spieler, die sich auch für die Jugend einsetzten, in überraschend kurzer Zeit gelang.
Auch beim Fußball ging es lebhaft zu, es gab Höhen und Tiefen. Durch den Einsatz des Abteilungsleiters Fußball, Rudi Martin, und vieler guter Trainer, u. a. Karl Plock, Siegfried Almstedt, Harald Jodeit, Werner Baumann und Heinz Ruppenstein, der zuvor viele Jahre beim KSC gespielt hatte, gelang zweimal beinahe der Sprung in die A-Klasse, und zwar in den Spieljahren 1981 / 82 und 1984 / 85.
Besonders bewährt und eingesetzt hat sich bei den Fußballern der seit seiner Jugend aktive Spieler Jürgen Poschlod.
In den Jahren 1972 bis 1978 war Jürgen Poschlod im Spielausschuss tätig, dann übernahm er von 1983 bis 1987 das Amt des Spielausschussvorsitzenden, und ab 1987 die Leitung der Abteilung Fußball.

 

Fortsetzung der Tischtenniserfolge

Fortsetzung der Tischtennis - Erfolge in den Siebziger-Jahren, Konsolidierung in den Achtzigern
Immer schon war es unser Anliegen gewesen, nicht nur die ersten Mannschaften in hohe Spielklassen vorzuschieben, sondern wir bemühten uns auch, zu den nachfolgenden Mannschaften keine zu große Lücke entstehen zu lassen.
Nachdem sogar unsere 4. Herrenmannschaft 1974/1975 den Aufstieg schaffte, hatten wir in der Saison 75/76 eine gut gestaffelte Leistungsbreite, in der jeder entsprechend seiner Fähigkeit eingesetzt werden konnte.
In dieser Spielzeit 1975/76, zu deren Beginn die Teilnahme unserer Damen an der Bundesliga-Aufstiegsrunde stand (wegen der Schwangerschaft unserer Spitzenspielerin Doris Schmidt gelang der Aufstieg leider nicht) und an deren Ende die 1. Herrenmannschaft sensationell den Aufstieg in die 2. Liga Süd (die dritthöchste deutsche Spielklasse) schaffte, war wohl der Zenit unseres Höhenfluges erreicht.
Ausgerechnet in dieser hohen Spielklasse musste der Wechsel von Wilfried Hatz, der in der Badenliga der erfolgreichste Spieler war und noch höhere Anforderungen stellte, verkraftet werden. Hinzu kam, dass Jürgen Schmidt und Christian Gollnow mit dem Tischtennis-Sport aufhörten. So stand der Rest der Mannschaft vor einer schier unlösbaren Aufgabe, zumal sich noch Dieter Penka das rechte Handgelenk brach.
Es begann also eine Phase des Abstiegs, die erst in der Verbandsliga zum Halten kam, als wir gleich wieder in die Badenliga aufstiegen. (1979). Unsere 1. Damenmannschaft etablierte sich fest in der süddeutschen Oberliga und reihte Erfolg an Erfolg.
Die Mannschaftsfotos unserer Mädchen- und Jugendmannschaft zeigen viele Sportler, die noch heute bei uns aktiv sind. Die damalige Jugendarbeit, insbesondere die von Peter Olböter trainierte Mädchenmannschaft, war die Voraussetzung dafür, dass die hohen Spielklassen, in welche unsere Mannschaften aufgerückt waren, bis heute gehalten werden konnten. Die überregionale Bedeutung der DJK Rüppurr wurde nunmehr seit Jahren durch die Bekanntheit unseres internationalen Fächerstadt-Turniers unterstrichen. Außerdem pflegten wir in Freundschaftsbegegnungen die Kontakte zu Mannschaften in der Schweiz und der Tschechoslowakei.
Die 80er Jahre wurden im Wesentlichen auf sportlichen Sektor von unseren Damen dominiert. Die zweite Hälfte dieses Jahrzehnts begann mit Erfolg unserer Mädchenmannschaft, die sich die Badische Meisterschaft und auch die Süddeutsche Vizemeisterschaft holte. Hier und auch in den Einzelerfolgen von Sabine Köstel, Petra Heidenblut, Stefanie Stingl, Silke Gehrig, Michaela Domszky, Petra und Andrea Weißhaupt, wurde der Grundstein für die heutige Stellung im Damensport des BTTV gelegt. Eine logische Folge dieser Entwicklung, die nun auch bei den Herren einsetzte, waren die in rascher Folge erzielten Aufstiege. So konnten nacheinander alle Damenmannschaften in höhere Spielklassen aufsteigen, ein bis heute ungebrochener Trend. Bei den Herren stagniert diese Entwicklung momentan leider etwas. Einen sensationellen Erfolg konnten Sabine Köstel und Stefanie Stingl mit dem Gewinn des Doppel bei den Gesamtbadischen feiern. Für Sabine war dies bereits der zweite Erfolg in dieser Konkurrenz, denn sie hatte bereits einmal mit Klara Hudak (Post Karlsruhe) gewonnen.

 

60 Jahre DJK Rüppurr

In der Zeit vom 25. Juni bis zum 04. Juli 1983 wurde das 60jährige Jubiläum der DJK Rüppurr gefeiert, nach der Dauer des Festes und insbesondere auch nach der Größe und Qualität der Veranstaltung eines der größten Vereinsfeste, die jemals in unserem Stadtteil stattgefunden haben. Unter der Schirmherrschaft unseres verdienten und treuen Mitglieds, des Stadtrats Günther Rüssel, begann das Fest am Freitagabend mit einer Ehrung der verstorbenen Mitglieder der DJK. Das eigens geschaffene Ehrenmal auf dem Vereinsgelände wurde in einer kleinen Feier enthüllt. Der folgende Samstag begann am Vormittag mit dem Festakt und endete am Abend mit Gustl`s lustiger Dorfmusik und den Kaiserfinken. Am Sonntagmorgen wurde der Festgottesdienst abgehalten. Die Messe, gut besucht auch von vielen Mitgliedern der Pfarrgemeinde Karlsruhe-Rüppurr, wurde von dem früher aktiven Spieler, Pfarrer Bernd Uhl, gehalten, der ab 2001 Weihbischoff in der Erzdiözese Freiburg wurde.
Bei der Generalversammlung im Frühjahr 1986 trat der bisherige 1. Vorsitzende Wolfgang Leyerle zurück. Ihm verdankt es die DJK, dass sie heute eine schöne und moderne Platzanlage hat und auch moderne, für einen Sportbetrieb geeignete Räume und ein gemütliches Vereinsheim. Nachfolger und 1. Vorsitzender der DJK wurde der früher aktive Spieler und Trainer Rudi Martin, der bis dahin über Jahre die Abteilung Fußball geführt hatte.
Wie schon vor dem Jubiläum 1973, traf die DJK auch in der Vorbereitungszeit für das Fest anlässlich des 65jährigen Bestehens des Vereins ein harter Schlag. Kurz nach der Weihnachtsfeier zum Jahresende 1986 verließ uns unser langjähriges treues Mitglied und unermüdlicher Mitarbeiter Kurt Schäfer für immer. Über viele Jahre hatte er unermüdlich durch seine Pressearbeit die DJK in der Öffentlichkeit bekannt gemacht.
Die folgenden Jahre waren geprägt von zahlreichen Neuanlagen und Renovierungsarbeiten. 1987 wurde das Hauptspielfeld mit einer Barriere Anlage versehen. Ebenso wurde die Flutlichtanlage auf dem Nebenplatz montiert. 1992 folgte ein dritter Tennisplatz, 1995 wurde das Hauptspielfeld saniert und 1997 die Tennishütte gebaut, um der inzwischen recht großen Tennisgemeinde neben ihren Spielplätzen Umkleidemöglichkeiten zu schaffen und auch eine Bewirtung zu ermöglichen. Schon 1996 gelang es, mit der Stadt Karlsruhe einen Mietvertrag über das Gelände auf dem „Rissnert“ abzuschließen, wo sich das zweite Spielfeld befindet. Im Jahre 1997 wurde endlich die Kanalisation bis zum Vereinsheim weitergeführt, so dass eine ausreichende und gute Wasserversorgung gewährleistet war. 1998 schließlich wurde auch das Vereinsheim weitgehend umgebaut, es wurde eine moderne Theke eingebaut, was eine Veränderung des vorderen Teils des Raumes erforderlich machte, und in diesem Zusammenhang wurden dann auch die Toiletten erneuert, wobei sich insbesondere Mitglieder der AH Abteilung hervortaten, die eine Musterarbeit ablieferten.
Für jahrelange Unruhe sorgte das schon in den 70er Jahren von der Stadt Karlsruhe entworfene Projekt „Rissnert“, welches eine Verlagerung des Tennisclubs Rüppurr in das Gebiet „Rissnert“ vorsah. Dieses Gebiet wurde bis dahin rechts und links des sog. „Saugraben“ von dem Radfahrverein und der DJK Rüppurr genutzt. Der wesentliche Teil des Geländes links des „Saugrabens“ sollte nach den Plänen der Stadt für die Tennisplätze des Tennisclubs benutzt werden, auf dem hinteren, westlichen, noch nicht gerodeten Teil sollte ein neues, verkürztes Spielfeld für den zweiten Spielplatz der DJK angelegt werden. Dieses Projekt scheiterte schließlich am Einspruch der benachbarten Anwohner und einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Mannheim.
Sportlich gab es Höhen und Tiefen. Die erste Fußballmannschaft schaffte, wie schon vor 1966, noch einmal den Aufstieg in die A-Klasse, in der sie sich aber nicht lange halten konnte.
Die Abteilung Tennis hatte guten Zulauf und veranstaltete viele und gut besuchte Turniere. Sie versucht nach wie vor mit Veranstaltungen, insbesondere Turnieren, der allgemeinen Tennismüdigkeit entgegenzutreten.
Erwähnenswert sind die von der Fußballabteilung durchgeführten Hallenturniere, das „Peter Biedenbach“ Gedächtnis-Turnier der Senioren zum Gedächtnis an den 1992 leider zu früh verstorbenen Spieler der 1. Mannschaft, der seit der Jugend mit ganzem Herzen für die DJK da war, das „Heinrich-Schickling“ Gedächtnis-Turnier der AH-Mannschaften zu Ehren unseres unvergessenen alten Mitglieds, Fußballspielers und Wirts des Vereinsheims, und schließlich das Hallenturnier der Jugend zum Gedächtnis unseres ebenfalls immer für die DJK tätigen Kurt Schäfer.
Am 17.10.1998 verstarb völlig überraschend das Ehrenmitglied der DJK Walter Leix im Alter von 88 Jahren, der noch beim Fest am 25.09.1998 anlässlich des 75jährigen Jubiläums ein geehrter Gast war. Walter Leix war einer der ersten DJKler, der bereits im Jahre 1923 zu den Gründern gehörte. Zum Zeitpunkt des Verbots der DJK im Jahre 1935 war er 1. Vorsitzender des Vereins. Er war auch der neue 1. Vorsitzende bei der Wiedergründung der DJK im Jahre 1953.
In der Generalversammlung des Jahres 2000 war die große Wachablösung. Rudi Martin, der seit 1986 den Verein hervorragend geführt hatte, ging in den wohlverdienten Ruhestand. Unter seiner Regie waren nicht nur die vorerwähnten Renovierungsarbeiten und Neuinvestitionen durchgeführt worden. Er hatte insbesondere dafür gesorgt, dass die Geschäftsstelle modernisiert wurde und vor allem dass durch eine Umschuldung klarere und bessere finanzielle Verhältnisse geschaffen worden waren. Für seine Verdienste wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Sein Nachfolger im Amt des 1. Vorsitzenden wurde der bisherige 2. Vorsitzende Horst Lagenstein, dem der bisherige Kassenwart Wolfgang Weise als Stellvertreter beigeordnet wurde. Beide sind in der Generalversammlung 2002 in ihren Ämtern bestätigt worden.

 

Die Tischtennisabteilung in den neunzigern und ...

Die Neunziger und der Aufbruch in ein neues Jahrtausend in unserer Tischtennisabteilung.
In den neunziger Jahren ging es darum, Bewährtes zu bewahren ohne sich zu sehr auf dem Erreichten auszuruhen. Allerdings waren die Jahre der großen Möglichkeiten vorbei, da sich das Umfeld erheblich veränderte. Unsere Philosophie, kein Geld für sportliche Leistungen zu bezahlen, verhinderte weitere Höhenflüge.
Auch intern tat sich einiges; die Funktionäre der ersten Stunden verabschiedeten sich nach und nach aus der Verantwortung und ihre Nachfolger hatten teilweise andere Vorstellungen. Und doch gelang es unserem Jugendwart Clemens Roegele mit engagiertem Einsatz, eine Jungenmannschaft zur Badischen Meisterschaft zu führen. Auch unsere Senioren feierten Erfolge, sowohl im Einzel- wie auch im Mannschaftssport. Namentlich Silke Gehrig und Natalie Pawelzik und Hans Kilian und Dieter Penka waren daran beteiligt.
Obwohl die ganz großen Erfolge auf breiter Basis sich nicht mehr realisieren ließen, waren wir trotzdem insgesamt im Mannschaftssport sehr erfolgreich und können mit einem gewissen Stolz sagen, dass wir sowohl mit unserer ersten Damenmannschaft und ersten Herrenmannschaft immer zur erweiterten Spitze des Badischen Tischtennisverbandes gehörten.
Auch sind wir darauf stolz, dass wir über einen so langen Zeitraum von fast 50 Jahren immer sehr gute Abteilungsleiter und Jugendwarte gefunden haben. Besonders wäre hier Dieter Penka , der seit Beginn an dabei ist, zu nennen. Mit Unterbrechungen ist er auch heute wieder Abteilungsleiter. Ebenfalls wäre im Jugendbereich Clemens Roegele zu erwähnen, der bereits seit Anfang der neunziger Jahre in dieser Funktion tätig ist. Die Nennung dieser beiden soll nicht die Leistung der anderen Mitarbeiter herabsetzen . Es würde nur den Rahmen dieser Chronik sprengen, sie alle aufzuzählen.
Zum Schluss noch einige Zahlen und Fakten, auf die wir sehr stolz sind. Wir haben bei den Kreis- und Bezirksmeisterschaften bisher 100 erste Plätze belegt, 10 Spielerinnen und Spieler unserer Abteilung haben bisher 3000 Spiele für sich und die Abteilung absolviert. Aktive unserer Tischtennisabteilung haben bei Badischen Meisterschaften, Süddeutschen Meisterschaften und Deutschen Meisterschaften 40 Platzierungen belegt.
Dies zeigt, dass wir neben dem Breitensport auch im Spitzensport erfolgreich waren und sind. Besonders stolz sind die Verantwortlichen und Aktiven, dass diese Erfolge nicht erkauft, sondern aus einer persönlichen Leistungsbereitschaft und der Unterstützung durch die Abteilung erzielt wurden.

 

Die letzten 10 Jahre bis zum 90-jährigen Jubiläum

Im Juni 2003 feierte die DJK Rüppurr ihr 80-jähriges Jubiläum mit einem Sportfest auf dem Vereinsgelände. Höhepunkte dieser Jubiläumsveranstaltung waren das erste Fußballturnier mit Rüppurrer Schülermannschaften in verschiedenen Altersklassen unter der Schirmherrschaft der Bürgergemeinschaft Rüppurr, der Start des “Alpirsbacher Heißluftballons” und das Sonnwendfeuer, das bei Einbruch der Dunkelheit durch die Freiwillige Feuerwehr Rüppurr entfacht wurde. Ein rundum gelungenes Fest, zu dem auch wir viele ehemalige DJK-ler begrüßen durften, die wir im Vorfeld der Veranstaltung eingeladen hatten.
Ende 2003 leider eine traurige Nachricht. Nach langer Krankheit verstarb unser Ehrenmitglied Josef Ludwig (genannt “Seppl”), der zu Lebzeiten seine Kenntnisse und Fähigkeiten insbesondere auf dem Gebiet der Heizungstechnik zum Wohle des Vereins eingesetzt hatte. Auch im folgenden Jahr 2004 mussten wir den Verlust von zwei weiteren Ehrenmitgliedern beklagen. Zum einen Berthold Fischer, der bereits bei der Wiedergründung unserer DJK im Jahr 1953 dabei war, nicht zu vergessen seine verdienstvolle Tätigkeit über viele Jahre hinweg als Kassenwart und förderndes Mitglied. Zum andern Otto Schlager, dem die Ehrenmitgliedschaft in Anbetracht seiner über 50-jährigen treuen Mitgliedschaft zum Verein verliehen wurde.
Für unsere Fußballabteilung war die Spielsaison 2005/06 von zwei Ereignissen geprägt. Unsere 1. Herrenmannschaft schaffte den Wiederaufstieg in die B-Klasse, der sie auch heute noch angehört. Im Jugendbereich wurde mit dem Nachbarverein RFG Rüppurr eine Spielgemeinschaft gegründet, mit der Zielsetzung, sportlich begeisterte Jugendfußballer in Rüppurr halten zu können und somit spielstarken Nachwuchs für die Herrenmannschaften beider Vereine zu bekommen. Mit dieser Spielgemeinschaft ist auf DJK-Seite ein Name verbunden: Frank Mitschke.
Er war Mitinitiator und bis 2012 als Jugendleiter für die Spielgemeinschaft verantwortlich. Zu erwähnen ist seine besondere Philosophie gerade für die jüngsten Fußballklassen (F- und E-Jugend): Jedes Kind soll spielen und Spaß haben, ob mit mehr oder weniger Talent. Wichtig ist das gemeinschaftliche Erlebnis für die Kinder, die dadurch auch soziales Verhalten in einer Gemeinschaft erlernen.
Im Jahr 2008 mussten wir einen Kraftakt in finanzieller Hinsicht bewältigen. Die Erneuerung unserer Ölheizung stand an. Es wurde eine neue Brennwerttechnik, kombiniert mit einer thermischen Solaranlage, installiert, für die wir, da die Maßnahme durch die Energieberatung der Stadtwerke als sinnvoll eingestuft wurde, höhere Förderbeträge von den verschiedenen Trägern erhalten hatten. Diese Investition hat sich zwischenzeitlich durch Energieeinsparungen, d.h. weniger Ölverbrauch bezahlt gemacht.
In den beiden letzten Jahren wurden wir leider wieder mit traurigen Nachrichten konfrontiert. Im Jahr 2011 starb unerwartet im Alter von nur 54 Jahren Heinz Kopon, engagiert im Fußball und durch viele handwerkliche Hilfestellungen sehr verdienstvoll für den Verein. Ein Jahr später dann mussten wir von Reginald Hemmer Abschied nehmen. Er wurde 89 Jahre alt und hatte sich bis kurz vor seinen Tod für die Geschicke der DJK-Rüppurr interessiert und engagiert. Besonders in seiner Amtszeit als 1. Vorsitzender war er ein unermüdlicher Antriebsmotor, der die Expansion des Vereins erst möglich machte. Für seine Verdienste wurde er zum Ehrenvorsitzenden der DJK-Rüppurr ernannt. Zwischen ihm und der DJK gab es eine besondere Beziehung: Beide hatten das gleiche Geburtsjahr.. Ein gemeinsames Feiern mit ihm zum runden Geburtstag in diesem Jahr war ihm leider nicht mehr vergönnt.
Mitten in die Vorbereitungen zum 90-jährigen Bestehen unseres Vereines platzte nun die Nachricht vom plötzlichen und für alle unfassbaren Tod von Rudi Martin. Er hat für DJK gelebt, als begnadeter Fußballer, als Trainer und als 1. Vorsitzender. Mit seiner Amtszeit sind viele Neuinvestitionen und Sanierungsarbeiten verbunden. Auch nach seiner Amtszeit engagierte sich Rudi Martin weiterhin im Vorstand, als Abteilungsleiter im Fußball und bei der Gestaltung der Außenanlagen. Für seine besonders herausragenden Verdienste hatte er die Ehrenmitgliedschaft erhalten. Sein Wirken für den Verein wird unvergesslich bleiben

 

 






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